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Innere Schulentwicklung
Pädagogische Konferenz
Im Rahmen der aktuellen Wertediskussion und auf Grund der Initiative zur Werteerziehung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus befasste sich das Lehrerkollegium intensiv mit dem Thema „Schulfamilie und Werte“.
Der besondere Blickpunkt galt den rechtlichen Rahmenbedingungen für Katholische Schulen (Art. 7, Abs 1 Grundgesetz; canon 795 CIC des Kirchenrechts; und der Erklärung des Vatikans über die christliche Erziehung „ Gravissimum educationis“). In diesen Veröffentlichungen wird der Bildungsauftrag Katholischer Schulen dezidiert erläutert.
Als Antwort der Erziehungskrise der modernen Gesellschaft bieten kirchliche Schulen ein besonders attraktives Angebot und stellen für viele Eltern eine willkommene Alternative zu staatlichen Schulen dar.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Pädagogischen Konferenz nahm die Beschäftigung mit den Begriffen „Schulfamilie“ bzw. „Schul- / Erziehungsgemeinschaft“ ein. Dabei wurde vor allem die Bedeutung der persönlichen Beziehung zwischen Lehrer und Schüler und der Vorbildfunktion des Lehrers besonderes Augenmerk gewidmet. Für eine gelingende Erziehungsarbeit sind in erster Linie die fachliche und personale Kompetenz der Lehrkraft von entscheidender Bedeutung. Jugendliche müssen persönliche Zuwendung, Anerkennung und Förderung erfahren und gleichzeitig deutlich auch Grenzen aufgezeigt bekommen, auf deren Einhalten die Lehrkraft nachdrücklich besteht. Dies wird auch in dem Buch von Joachim Bauer: Lob der Schule klar zum Ausdruck gebracht.
Zudem muss der Lehrer Vorbild für gelebte Werte sein. Dr. Werner Hopf von der Staatlichen Schulberatungsstelle für Oberbayern-Ost formuliert diesen Grundssatz folgendermaßen: „Zum Lernen sozialer Werte und insbesondere zur autoritativen Erziehung gehört ein konsequentes Lehrerverhalten, das freundlich und nicht verurteilend sein soll.“
Als unabdingbar erscheint folglich die Forderung nach wertschätzender Kommunikation im Schulalltag, die bei all den täglich auftretenden natürlichen Spannungen entscheidenden Einfluss auf das Schulklima und eine warmherzige Atmosphäre hat.
Eine nach klar festgelegten Regeln erfolgende Klassenführung prägt die Beziehung zwischen Lehrer und Schülern/Klasse. Daneben gelten als Kriterien eines gelingenden Erziehungsprozesses auch die Beziehungen zwischen Lehrern und Eltern (als den unmittelbar für die Erziehung ihrer Kinder Verantwortlichen), die Beziehungen zwischen den Lehrern
und ein vom Lehrerkollegium gemeinsam vertretener Regel- bzw. Wertekanon.
Im zweiten Teil des Nachmittags erfuhren die Lehrkräfte bei gruppendynamischen Spielen in der Aula persönlich, welche Eigenschaften zur Entwicklung von Teamfähigkeit und zum Erwerb sozialer Kompetenz nötig sind. Hier gingen alle mit großem Engagement zur Sache und lösten die von Herrn Potrykus vorbereiteten Aufgaben mit sichtlichem Spaß.
Solchermaßen auf Zusammenarbeit eingestimmt ging man im Anschluss daran in den jeweiligen Gruppen Begriffe zusammenzustellen, die den Lehrkräften als besonders wichtig und wertvoll für die pädagogische Arbeit am Kolleg erscheinen. Im Plenum wurden diese dann zusammengetragen, kurz erläutert und zu einem Kanon zusammengestellt.
Dabei kristallisierte sich die Liste der nachfolgenden Begriffe personaler Grundkompetenzen heraus:
Ehrlichkeit (Selbst-)Verantwortung
Einsatzbereitschaft Teamgeist
Humor Toleranz
Respekt Zivilcourage
(Selbst -)Disziplin Zuverlässigkeit
Die Reihenfolge ist bewusst alphabetisch gehalten und spiegelt so keine Prioritätenliste wieder, sondern kann je nach individueller Gewichtung ihre Ausprägung erfahren.
Im Kollegium besteht Konsens darüber, dass es sich dabei um „Werte“ bzw. Eigenschaften handelt, die sowohl die Lehrer für sich als wichtig erachten als auch in der pädagogischen Arbeit mit den Schülern in der Entwicklung fördern wollen.
Manfred Schöpplein
Letzte Änderung: 27. 11. 2007
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